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#jok485

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Datum/Zeit
Date(s) — 27. April 2021
17:00 – 19:00

Thema

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Seit Mai 2018 fin­det das tra­di­tio­nelle JENAer Carl-Zeiss-Optik­kol­lo­quium als JENAer Optik­kol­lo­quium am Abbe Cen­ter of Pho­to­nics auf dem Beu­ten­berg Cam­pus Jena statt. Es ist offen für alle Inter­es­sier­ten aus For­schung, Wirt­schaft und Bil­dung und ver­steht sich als Forum für neue Tech­no­lo­gien rund um die Photonik.

Auf­grund der aktu­el­len Lage fin­det das Jenaer Optik­kol­lo­qium als Online­ver­an­stal­tung statt.

VORTRAG

Industrialisierung mikrooptischer Lösungen – vom high-end Unikat zur high-end Serienanwendung

Dr. Roman Klein­dienst » Carl Zeiss Jena GmbH

Zum Thema › Infolge ihres ste­tig gestie­ge­nen Rei­fe­gra­des hal­ten mikro­struk­tu­rierte Opti­ken in unter­schied­lichs­ten Aus­prä­gun­gen Ein­zug in immer mehr opti­sche Sys­teme. Die Design­frei­heit, die sich durch den Ein­satz refrak­ti­ver, dif­frak­ti­ver und hybri­der Mikro­op­ti­ken in moder­nen opti­schen Kon­zep­ten ergibt, ermög­licht im Auto­mo­tive und Con­su­mer-Markt dis­rup­tive Lösun­gen und zuwei­len völ­lig neu­ar­tige Anwen­dun­gen, wie zum Bei­spiel die Immer­sion vir­tu­el­ler Bild­in­halte mit der Umge­bung (Aug­men­ted Reality).

Die Design­frei­heit, die sich durch den Ein­satz refrak­ti­ver, dif­frak­ti­ver und hybri­der Mikro­op­ti­ken in moder­nen opti­schen Kon­zep­ten ergibt, ermög­licht in die­sen Märk­ten dis­rup­tive Lösun­gen und zuwei­len völ­lig neu­ar­tige Anwen­dun­gen, wie zum Bei­spiel die Immer­sion vir­tu­el­ler Bild­in­halte mit der Umge­bung (Aug­men­ted Rea­lity), ultra­kom­pakte Sen­sor­lö­sun­gen oder adap­tive, inte­grierte Beleuch­tun­gen. Dabei spie­len vor allem neu­ar­tige Mul­ti­plex­ing-Tech­no­lo­gien eine immer wich­ti­gere Rolle. Durch eine geeig­nete Kom­bi­na­tion mikro­op­ti­scher Struk­tu­ren wer­den opti­sche Funk­tio­nen in kom­pak­ter und robus­ter Form mit­ein­an­der kom­bi­niert, was bei einer gesamt­heit­li­chen Betrach­tung letzt­end­lich zu einer erheb­li­chen Reduk­tion von Her­stell­kos­ten führt.

Durch die Fort­schritte im Bereich der Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gien und Mate­ria­len sind neben den tech­no­lo­gi­schen nun häu­fig auch die wirt­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für den Ein­satz qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger mikro­op­ti­scher Kom­po­nen­ten in groß­vo­lu­mi­gen Märk­ten gege­ben. Um die mehr als 40-jäh­rige Erfah­rung von ZEISS auf dem Gebiet der mikro­struk­tu­rier­ten Optik über die klas­si­schen Anwen­dun­gen hin­aus auch für Groß­se­ri­en­an­wen­dun­gen nutz­bar zu machen, wurde im Jahr 2019 das ZEISS Ven­ture Micro­Op­tics ins Leben geru­fen. Dabei wer­den über Jahr­zehnte eta­blierte Tech­no­lo­gie­schritte indus­tria­li­siert und ent­lang der gesam­ten Fer­ti­gungs­kette vom Optik­de­sign über das mikro­op­ti­sche Mas­te­ring, neu­ar­tige Mate­ria­lien bis hin zu indus­tria­li­sier­ten Repli­ka­ti­ons- und Inte­gra­ti­ons­pro­zes­sen ange­passt. Nur durch die­sen gesamt­heit­li­chen Ansatz kann die Fer­ti­gung qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger mikro­op­ti­scher Kom­po­nen­ten in hohen Stück­zah­len erreicht und das volle Poten­zial der Mikro­op­tik für die breite Masse erschlos­sen wer­den. In dem Vor­trag wird ein Über­blick über die neus­ten Ent­wick­lun­gen gege­ben. Dabei wer­den aus­ge­wählte Bei­spiele für dis­rup­tive Lösun­gen auf Basis unse­rer Tech­no­lo­gie­platt­form für den Auto­mo­tive und Con­su­mer-Markt sowie ent­spre­chende mas­sen­taug­li­che Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gien vorgestellt.

Zum Refe­rent › Nach dem Stu­dium der Phy­si­ka­li­schen Optik an der Tech­ni­schen Hoch­schule Köln war Dr. Roman Klein­dienst zwei Jahre als Ent­wick­lungs­in­ge­nieur im Geschäfts­be­reich Mikro­op­tik der Jen­op­tik L.O.S. GmbH tätig, bevor er eine Stelle als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter im Fach­ge­biet „Tech­ni­sche Optik“ an der TU Ilmenau annahm. Er pro­mo­vierte dort erfolg­reich zum Thema „Inno­va­tive Metho­den für die opti­sche Funk­ti­ons- und Sys­tem­in­te­gra­tion“ und ver­öf­fent­lichte seine Ergeb­nisse auf den Gebie­ten der Mikro­op­tik, der mikro­op­ti­schen Sys­teme und des Sys­tem­de­signs in renom­mier­ten Jour­na­len und auf inter­na­tio­na­len Kon­fe­ren­zen. Wäh­rend sei­ner Pro­mo­tion war Dr. Klein­dienst im Jahr 2009 zudem als Gast­wis­sen­schaft­ler bei den Bell Labo­ra­to­ries in Holm­del, New Jer­sey, tätig, wo er die Strahl­for­mung und Bild­ge­bung im THz-Bereich erforschte. Neben sei­ner Tätig­keit als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter grün­dete Dr. Roman Klein­dienst die ILMOS GmbH, die Bera­tungs­leis­tun­gen im Bereich der opti­schen Tech­no­lo­gien anbie­tet und bei der er für sie­ben Jahre als Geschäfts­füh­rer tätig war. Im März 2017 trat Herr Dr. Klein­dienst als Pro­jekt­lei­ter im Bereich Mikro­struk­tu­rierte Optik bei der Carl Zeiss Jena GmbH am Stand­ort Jena ein und über­nahm 2019 unter­schied­li­che Team­lei­tun­gen im ZEISS Ven­ture Micro­Op­tics. Seit April 2021 lei­tet er die bei­den Berei­che Mikro­struk­tu­rierte Optik der Carl Zeiss Jena GmbH und ZEISS Ven­tures MicroOptics.

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Das JENAer Optik­kol­lo­quium wird unter­stützt von: Carl Zeiss AG, Ernst-Abbe-Hoch­schule Jena, Fraun­ho­fer-Insti­tut für Ange­wandte Optik und Fein­me­cha­nik, Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena, JENOPTIK AG, Leib­niz-Insti­tut für Pho­to­ni­sche Tech­no­lo­gien e.V. Ver­an­stal­ter ist Opto­Net e.V.

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Teil­nahme & Buchungskonditionen

Die Ver­an­stal­tung ist offen für alle Inter­es­sier­ten und kann ab sofort hier gebucht wer­den. Die Teil­nahme ist kostenfrei.

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HISTORIE

Das JENAer Optik­kol­lo­quium geht auf eine Ver­an­stal­tungs­reihe der Jenaer Zeiss Werke zurück, die 1971 zunächst zur Wei­ter­bil­dung der Mit­ar­bei­ter ins Leben geru­fen wurde. Durch die Gewin­nung hoch­ka­rä­ti­ger Refe­ren­ten ent­wi­ckelte es sich schnell zu einem wich­ti­gen Dis­kus­si­ons­fo­rum der füh­ren­den Optik­ex­per­ten des Landes.

Nach 1989 wurde das Kol­lo­quium in Zusam­men­ar­beit mit dem Insti­tut für Ange­wandte Optik der Uni­ver­si­tät Jena, ver­tre­ten durch Prof. Kowar­schik, wei­ter­ge­führt und gewann durch die Betei­li­gung füh­ren­der Wis­sen­schaft­ler und Unter­neh­men und die Koope­ra­tion u.a. mit dem Fraun­ho­fer IOF und dem Leib­niz IPHT wei­ter an Bedeutung.

 

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