Datum/Zeit
Date(s) — 31. März 2026
17:00 – 19:00
Veranstaltungsort
Fraunhofer-Institut für Optik und Feinmechanik
Thema
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Seit Mai 2018 findet das traditionelle JENAer Carl-Zeiss-Optikkolloquium als JENAer Optikkolloquium am Abbe Center of Photonics auf dem Beutenberg Campus Jena und online statt. Es ist offen für alle Interessierten aus Forschung, Wirtschaft und Bildung und versteht sich als Forum für neue Technologien rund um die Photonik.
Zur 513. Ausgabe des Kolloquiums freuen wir uns auf Prof. Cornelia Denz – Präsidentin der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt – und ihren Vortrag
Von Photonik zu Quantensensoren – Optische Präzisionsmesstechnik für eine digitale, sichere und nachhaltige Welt
Licht ist nicht nur Träger von Information und Energie, sondern auch ein zentrales Werkzeug der modernen Messtechnik. Die optische Präzisionsmesstechnik bildet das Fundament einer digitalen, sicheren und nachhaltigen Welt, indem sie definierte Unsicherheiten gewährleistet und höchste Qualitätsstandards in Wissenschaft und Industrie ermöglicht. Ihr besonderer Stellenwert zeigt sich darin, dass drei der sieben Basiseinheiten des Internationalen Einheitensystems – Sekunde, Meter und Candela – auf optischen Definitionen beruhen.
Optische Quantensensoren eröffnen neue Wege für Präzision: Sie ermöglichen Quantenuhren, Quantenkommunikation und neuartige Messverfahren zur Erkundung von Bodenschätzen oder zur Beobachtung klimarelevanter Prozesse. In der Nanometrologie schafft die präzise Formvermessung durch interferometrische, mikroskopische und spektroskopische Verfahren – kombiniert mit digitalen Zwillingen und KI-Methoden – die Brücke zur virtuellen Messtechnik der Zukunft.
Auch in der Photometrie und Radiometrie leistet optische Präzisionsmesstechnik einen entscheidenden Beitrag: Sie ermöglicht die Charakterisierung von Licht mit einzelnen Photonen und liefert gleichzeitig durch die genaue Charakterisierung und Optimierung von Photovoltaiksystemen essenzielle Ansätze für ein nachhaltiges Klima. Der Vortrag zeigt, wie Licht und Quanten als Werkzeuge der Präzision zentrale Impulse für die großen Zukunftsaufgaben Digitalisierung, Sicherheit und Nachhaltigkeit setzen.
Prof. Cornelia Denz
Cornelia Denz ist seit Mai 2022 Präsidentin der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Dort unterstützt sie die Entwicklung der modernen Metrologie entlang der großen technologischen Herausforderungen. Bis dahin war sie Direktorin des Instituts für Angewandte Physik und ordentliche Professorin an der Universität Münster. Sie promovierte in Physik an der TU Darmstadt über optische neuronale Netze. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Anwendung strukturierten Lichts und nichtlinearer optischer Verfahren für Nanophotonik, Biophotonik und Informationsoptik.
Teilnahme und Buchungskonditionen
- Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und kann ab sofort gebucht werden.
- Die Veranstaltung findet hybrid statt: ACHTUNG RAUMÄNDERUNG! Fraunhofer IOF – Carl Zeiss Raum, Albert-Einstein-Str. 7, 07745 Jena und online unter: https://optonet-jena-de.zoom.us/j/81880907478
- Die Teilnahme ist kostenfrei.
- Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.
Das JENAer Optikkolloquium wird unterstützt von: Carl Zeiss AG · Ernst-Abbe-Hochschule Jena · Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik · Friedrich-Schiller-Universität Jena · JENOPTIK AG · Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V.
Veranstalter ist OptoNet e.V.
Historie
Das JENAer Optikkolloquium geht auf eine Veranstaltungsreihe der Jenaer Zeiss-Werke zurück, die 1971 zunächst zur Weiterbildung der Mitarbeiter:innen ins Leben gerufen wurde. Durch die Gewinnung hochkarätiger Referent:innen entwickelte es sich schnell zu einem wichtigen Diskussionsforum der führenden Optikexperten des Landes.
Nach 1989 wurde das Kolloquium in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Optik der Universität Jena, vertreten durch Prof. Kowarschik, weitergeführt und gewann durch die Beteiligung führender Wissenschaftler und Unternehmen und die Kooperation u.a. mit dem Fraunhofer IOF und dem Leibniz IPHT weiter an Bedeutung.
Hinweis
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